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Internationaler Frauentag: 8. März 2010

Auswirkungen der Krise auf Frauen immer deutlicher spürbar

"Her mit dem ganzen Leben" heißt es im Lied "Brot und Rosen", das untrennbar mit der Geschichte des Internationalen Frauentags verbunden ist. Eine wichtige Kämpferin um Chancengleichheit war die ehemalige Frauenministerin Johanna Dohnal: "Sie war eine wichtige Bündnispartnerin der Gewerkschafterinnen im Kampf um die Chancengleichheit der Frauen in der Arbeitswelt. Sie hat mit ihrem konsequenten Einsatz für die Rechte der Frauen vielen Frauen Mut gemacht, ein eigenständiges Leben zu wagen", sagt FSG-Frauenvorsitzende Elisabeth Vondrasek.

Während frauenpolitische Anliegen in der Wirtschaftskrise in den Hintergrund rücken, werden die Auswirkungen der Krise auf Frauen immer deutlicher spürbar: Schlechter bezahlte und prekäre Jobs, Arbeitsplatzverlust, niedriges Arbeitslosengeld, kaum oder keine Notstandshilfe.

Österreichweites Schlusslicht bei Vollzeitarbeitsplätzen für Frauen ist das Industriebundesland Oberösterreich. "Eigenständigkeit von Frauen ist unser oberstes Ziel", sagt die FSG-Landesfrauenvorsitzende Sandra Saminger. "Wir wollen, dass auch freie DienstnehmerInnen arbeitsrechtlich abgesichert werden. Außerdem muss endlich die Anrechnung des Partnergehalts auf die Notstandshilfe gestrichen werden", fordert Saminger.

Problematisch sei auch die ungerechte Verteilung unbezahlter Arbeit. Noch immer sind in erster Linie die Frauen für Kinder, Haushalt und Pflege zuständig. Gemeinsam mit hunderten AktivistInnen ist Saminger am 8. März in oberösterreichischen Betrieben unterwegs, um mit Frauen zu diskutieren und ihnen anlässlich des Frauentags eine Blume zu überreichen. "Wir wollen, was uns zusteht", sagt Saminger. "Gut bezahlte Jobs, partnerschaftliche Arbeitsteilung und gleichberechtigte Mitsprache!" Her mit dem ganzen Leben. 

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