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Verkürzung der Normalarbeitszeit

"Die Zeit ist reif"

PRO-GE stellt sich auf eine harte Auseinandersetzung bei der Herbstlohnrunde ein. Die FSG PRO GE fordert die Verkürzung der tatsächlichen Arbeitszeit und der kollektivvertraglichen Normalarbeitszeit. Anfang Juni beschlossen der Fraktions- und Bundesvorstand der PRO-GE, das Thema Arbeitszeitverkürzung im Herbst in die Kollektivvertragsverhandlungen einzubringen. "Die Zeit ist reif, um die Normalarbeitszeit zu verringern und regelmäßig geleistete Überstunden abzubauen", betont der stellvertretende FSG-Vorsitzende und PRO-GE-Chef Rainer Wimmer. Dabei hat die Sicherung vorhandener und Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze höchste Priorität. Unterstützung bei dieser Forderung kommt vor allem von sozialdemokratischen BetriebsrätInnen.

Kurzfilm zum Thema Arbeitszeitverkürzung

96 Prozent unterstützen Verkürzung

Das Ergebnis von seit Wochen durchgeführten Veranstaltungen zum Thema ist eindeutig: Eine Forderung nach Arbeitszeitverkürzung würden rund 96 Prozent der BetriebsrätInnen unterstützen. "Gemeinsam mit den BetriebsrätInnen und Beschäftigten sind wir bereit, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und für eine faire Verteilung der Arbeit zu kämpfen", erklärt Wimmer. Im Industriebereich gingen durch die Wirtschaftskrise Tausende Arbeitsplätze verloren. Gerade hier sei es daher wichtig, durch Arbeitszeitverkürzungsmaßnahmen Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen. Laut Wirtschaftsforschungsinstitut liegt Österreich bei Arbeitslänge und -flexibilität im europäischen Spitzenfeld. 2011 erwarten ExpertInnen im Durchschnitt 350.000 Arbeitslose. Eine Entspannung ist nicht in Sicht.

Intelligent und fair teilen

"Die Forderung der Industrie, die Arbeitszeit weiter zu flexibilisieren, ist nichts anderes als eine klassische Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich. Das ist für die FSG inakzeptabel und schafft mit Sicherheit keine neuen Arbeitsplätze", betont Monika Kemperle, Bundessekretärin der FSG. Und wenn die einen überlastet sind und Überstunden anhäufen, und die anderen auf der Straße sitzen, müsse man über Gegenmaßnahmen ernsthaft diskutieren. "Es geht darum, Arbeit fair zu verteilen, die Gesundheit der ArbeitnehmerInnen zu fördern, die Mitbestimmung der Beschäftigten bei der Gestaltung der Arbeitszeit auszubauen und für mehr Verteilungsgerechtigkeit zu sorgen", so Wimmer.

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