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Trauer um Alfred Ströer und Hugo Pepper

Österreich verliert zwei große Widerstandskämpfer und Antifaschisten

Tief betroffen vom Ableben Hugo Peppers (91) zeigte sich FSG-Vorsitzender Wolfgang Katzian am 2. September 2011. Pepper war zeitlebens ein unermüdlicher Kämpfer gegen Faschismus und antidemokratische Tendenzen und für Frieden. "An seinen Bemühungen, jungen Menschen ein historisches Bewusstsein zu vermitteln, sollten wir uns gerade in einer Zeit, die von Unsicherheit, Krisen und auch Gewalt geprägt ist, orientieren", erklärt Katzian.
 
"Wollen wir neuerliche Katastrophen und die Infragestellung demokratischer Strukturen verhindern, so können wir aus dem Wirken von Menschen wie Hugo Pepper aktuell sehr viel lernen. Die Werte, für die er eingestanden ist, dürfen niemals in Vergessenheit geraten", so Katzian.

Mehr Information über Hugo Pepper unter: www.dasrotewien.at

Alfred Ströer

Mit Alfred Ströer verliert Österreich einen großen Freiheitskämpfer, Antifaschisten und Zeitzeugen des Widerstandes während der Nazidiktatur: "Alfred Ströer war einer der maßgeblichen Architekten des Österreichischen Gewerkschaftsbundes", würdigte ÖGB-Präsident Erich Foglar sein Wirken. Alfred Ströer verstarb am 20. August im 91. Lebensjahr.

Der Sohn sozialdemokratischer Eltern kam bei den Kinderfreunden und den Arbeiterturnern mit der Sozialdemokratie in Kontakt. Nach dem Besuch der Berufsschule absolvierte er eine Ausbildung zum Werkzeugmacher. Nach dem "Anschluss" Österreichs war Ströer im Widerstand aktiv und befand sich zwischen 1939 und 1941 wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" in Haft. Ende 1942 wurde Ströer zur "Bewährungsdivision 999" einberufen und geriet gegen Kriegsende in britische Gefangenschaft.

Nach seiner Rückkehr trat Ströer Anfang 1947 der SPÖ und der Gewerkschaft bei, avancierte zum Jugendsekretär im ÖGB. Er war ab 1959 Leitender Sekretär und Mitglied des ÖGB-Präsidiums und wurde 1966 in den Nationalrat gewählt, dem er bis 1972 angehörte. 1972 übernahm Ströer die Funktion des Vorstandsvorsitzenden in der BAWAG, 1983 wechselte er in den Aufsichtsrat. Ströer war zudem Vorstandsmitglied des Europäischen Gewerkschaftsbundes und bis zu seiner Pensionierung 1987 auch Mitglied des Bundesparteivorstandes.

Bis zuletzt engagierte sich Ströer unter anderen beim Verein für Geschichte der Arbeiterbewegung, beim Bund sozialdemokratischer Freiheitskämpfer und als Vizepräsident im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes. "Sein Engagement - vor allem für die Jugend - wird uns auch über seinen Tod hinaus Vorbild sein", sagte Foglar.

Mehr Information über Alfred Ströer unter: www.dasrotewien.at

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