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Tag der Arbeit

1. Mai 2012 ist auch Anlass zum Nachdenken

"Der 1. Mai ist für uns seit mehr als 100 Jahren ein wichtiger Tag, weil wir uns die Errungenschaften für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bewusst machen, die in der Zeit seit 1890 oft sehr hart erkämpft werden mussten. Der Tag der Arbeit sollte uns gerade heuer aber auch Anlass dafür sein, darüber nachzudenken, wie zeitgemäß dieses Engagement immer noch ist.

Die sozialen Konflikte in Europa verschärfen sich. Der Druck auf den Sozialstaat nimmt in allen Ländern zu, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen vielerorts die Folgen der Krise ausbaden, die sie nicht verursacht haben. Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone bewegt sich auf ein 15-Jahres-Hoch zu, wenngleich mit großen Unterschieden. Auch wenn das keinem einzigen Betroffenen nützt: Österreich stand mit 4,2 Prozent Arbeitslosigkeit im März im internationalen Vergleich gut da - in Spanien war zur selben Zeit nahezu ein Viertel der Bevölkerung ohne Job und somit ohne Perspektive, in Griechenland jede/r Fünfte. Streiks und Proteste stehen im Süden schon fast auf der Tagesordnung.

Die Konsequenz, um diese Entwicklung zu stoppen, liegt auf der Hand: Ein Kurswechsel muss her! Der Sparzwang hat die Krise in vielen Staaten Europas verschlimmert. Wir brauchen also andere Instrumente, um wieder zu Wachstum zu kommen.

Sozial gerechte Steuersysteme sind ein wesentlicher Schritt auf dem Weg in ein soziales Europa nach unseren Vorstellungen - ein Europa, in dem die Menschen Arbeit finden, von der sie leben können. Dafür lohnt es sich auch heute zu kämpfen."

Wolfgang Katzian, FSG-Vorsitzender

>> Link zur Geschichte des 1. Mai

>> Link zur SPÖ

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