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Betriebe sollen älteren ArbeitnehmerInnen eine Chance geben!

Trotz Beschäftigungsrekords explodiert Arbeitslosigkeit bei über 50-jährigen

Schwerpunktthema bei der Herbstsitzung des ArbeitnehmerInnenparlaments war die widersprüchliche Entwicklung auf dem burgenländischen Arbeitsmarkt. Trotz Rekordbeschäftigung steigt die Arbeitslosigkeit vor allem bei den Älteren.

Die aktuellen Arbeitsmarktdaten nahm  AK-Präsident Alfred Schreiner von der FSG (Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen) Burgenland zum Anlass für klare Worte: "Wir stehen vor der paradoxen Situation, dass wir im Oktober mit 97.000 Beschäftigten  einen noch nie dagewesenen Rekord erreicht haben, gleichzeitig steigt die Arbeitslosigkeit überdurchschnittlich an und explodiert geradezu bei den über 50-Jährigen. Mit einem Plus von 14,7% wächst die Arbeitslosigkeit bei den älteren Arbeitnehmern im Burgenland fast doppelt so rasch wie im übrigen Österreich. Diese Entwicklung ist die Folge eines Austausches, der in den burgenländischen Betrieben stattfindet. Während immer mehr ältere Arbeitnehmer ihren Job verlieren, gibt es einen steten Zuwachs an jüngeren Arbeitnehmern aus dem benachbarten Ausland. Ich appelliere dringend an die Unternehmen, diesen Austausch zu stoppen und älteren Arbeitnehmern eine Chance zu geben. Sollte dieser Appell bis Mai kommenden Jahres nichts fruchten, werden wir gesetzliche Maßnahmen fordern!", erklärte der Arbeiterkammerpräsident.

So könnte - analog zur Beschäftigung Behinderter - eine Quotenregelung für die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer eingeführt werden. Firmen, die einen vorgeschriebenen Prozentsatz an älteren Beschäftigten unterschreiten, müssten dann in einen Fonds einzahlen, aus dem Firmen, die überproportional vielen älteren Arbeitnehmern einen Job bieten, Förderungen erhalten würden.

Für die AK-Vollversammlung ist die soziale Verantwortung der Wirtschaft und der Unternehmen den älteren Arbeitnehmern gegenüber auch der Schlüssel für die Anhebung des faktischen Pensionsalters. "Wenn knapp 50-Jährige ihren Job verlieren und jahrelang auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr Fuß fassen können, bringt es gar nichts, das gesetzliche Pensionsalter auf über 65 Jahre anzuheben. Weit wirkungsvoller sind Maßnahmen, die es älteren Arbeitnehmern ermöglichen, bis zum Erreichen des jetzigen Regelpensionsalters in Beschäftigung zu bleiben.", war fraktionsübergreifend die einhellige Meinung der Debattenredner.
Eine diesbezügliche Resolution der Sozialdemokratischen GewerkschafterInnen lautend auf "Ältere Arbeitnehmer in Beschäftigung bringen!" wurde  einstimmig beschlossen.  

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