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Stark FÜR ArbeitnehmerInnen. Stark MIT ArbeitnehmerInnen

FSG zeigt auf, wo die Beschäftigten der Schuh drückt

Die FSG Burgenland kann nur stark für die Arbeitnehmerinnen sein, wenn sie im ständigen Kontakt mit den ArbeitnehmerInnen steht. Sie tut das über BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen. So weiß die FSG meist, welche Probleme den Beschäftigten unter den Nägel brennen. Sie nimmt sie auf und versucht, Lösungen zu finden und Verbesserungen herbeizuführen. Das ist aber nur möglich, wenn die FSG stark mit ArbeitnehmerInnen zusammenarbeitet.

Die Themen Pendlerrechner, Steuergerechtigkeit und Ausbildung stehen derzeit ganz oben auf der Prioritätenliste der ArbeitnehmerInnen im Burgenland. Gemeinsam mit Betroffenen will die FSG Burgenland auf die Thematiken aufmerksam machen und Beispiele aus der Realität aufzeigen.


Pendler entlasten

„Seit der Pendlerrechner vom Finanzamt online ist, ist bei mir in der Firma Feuer am Dach. Bei ca. 40 Prozent der gesamten Belegschaft – in Neudörfl und Müllendorf sind das 200 Mitarbeiter – kommt eine massive Verschlechterung heraus. Ein Pendlerrechner, der Feldwege einrechnet und Autobahnen meidet, ist lächerlich", erzählt Franz Prohaska, Zentralbetriebsrat Leykam.
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Nachdem der Pendlerrechner des Finanzministeriums freigeschalten wurde, laufen bei Gewerkschaft und Arbeiterkammer die Telefone heiß. Die Ergebnisse, die er lieferte, sind zum Teil sehr abenteuerlich und realitätsfremd. Da die Ergebnisse des Pendlerrechner verbindlich und ausschlaggebend dafür sind, ob und in welcher Höhe eine Pendlerpauschale zuerkannt wird, gibt es viele Betroffene, die Verluste hinnehmen müssen.

„Die berechneten Routen sind oft grotesk und nicht nachvollziehbar. Wir fordern, dass der Pendlerrechner sofort vom Netz genommen wird", erklärt Alfred Schreiner, AK-Präsident.

Die FSG fordert zur Entlastung der PendlerInnen:

  • Der Pendlerrechner muss sofort vom Netz genommen werden.Der Finanzminister sollte die Panne mit dem Pendlerrechner zum Anlass nehmen, um für eine Totalreform der Pendlerpauschale zu sorgen.
  • Umwandlung des Steuerfreibetrages in einen Absetzbetrag und die kilometergenaue Abrechnung der Pendlerpauschale.
  • Für  Geringverdiener muss die Auszahlung des Absetzbetrages auch als Negativsteuer möglich sein.

 

Gerechte Steuern

Arbeit ist in Österreich enorm hoch besteuert, Vermögen hingegen kaum. Während ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen über die Lohnsteuer und Konsumsteuern zwei Drittel des gesamten Steueraufkommens stemmen, zahlen die Reichen und Superreichen über die Vermögenssteuer nur 1,2 Prozent. Nur fünf Prozent der Österreicher besitzen fast die Hälfte des Privatvermögens. Österreich ist ein Steuerparadies für Superreiche geworden. Durch Steuerschlupflöcher und eine lasche Gesetzgebung gehen dem Staat jedes Jahr Milliarden verloren.

„Im Gegensatz zu den Reichen brennen die Arbeitnehmer bei der Steuer wie die Luster. Wer nach Abzug der Sozialversicherung bis zu 1.000 Euro im Monat verdient, zahlt keine Lohnsteuer. Doch von jedem Euro darüber kassiert der Finanzminister 36,5 Cent. Das ist Europarekord! Wir fordern eine rasche Steuerreform, mit der der Eingangssteuersatz von 36,5 auf 25 Prozent gesenkt wird", so Schreiner.

Für viele reicht das Einkommen nicht mehr zum Auskommen. Die Steuern fressen einen großen Teil der Löhne und Gehälter auf. Es bleibt immer weniger Netto vom Brutto. Hätten die ArbeitnehmerInnen durch eine Steuerreform mehr Geld im Börsel, würde das die Kaufkraft der ArbeitnehmerInnen erhöhen, was wiederum die Wirtschaft stärkt und Arbeitsplätze sichert.

Die Diplomkrankenschwester und Betriebsratsvorsitzende bei der Volkshilfe Burgenland, Gudrun Tanczos verdient nach 20 Dienstjahren 2.589,87 Brutto. „Für mich und meine Kolleginnen würde die Steuerreform eine Ersparnis zwischen 600 und 800 Euro pro Jahr bedeuten. Als Betriebsrätin vertrete ich insgesamt 156 Kolleginnen und Kollegen – ihnen allen wäre mit einer Steuerreform geholfen.“

  • Eine gerechte Verteilung der Steuerlast. Dafür machen wir uns stark!
  • Weniger Steuern auf Arbeit, mehr auf Vermögen! Eingangssteuersatz senken
  • Erbschafts- und Schenkungssteuer auf große Vermögen
  • Millionärssteuer, damit Superreiche endlich ihren gerechten Anteil leisten.
  • Finanztransaktionssteuer

 Ausbildung garantieren

Während es in anderen europäischen Staaten eine Jugendarbeitslosigkeit von mehr als 50 Prozent gibt, kann in Österreich jeder Jugendliche eine Berufsausbildung absolvieren. Das Österreichische Ausbildungsmodell ist bereits Vorbild und viele europäische Länder denken darüber nach, es zu übernehmen. Die FSG hat sich immer für die Ausbildungsgarantie stark gemacht, ohne sie stünden derzeit 650 Jugendliche im Burgenland auf der Straße.

Schreiner: „Sie werden derzeit in einer überbetrieblichen Einrichtung ausgebildet. Mehr als 8 Millionen Euro werden pro Jahr dafür von Land und AMS bereitgestellt. Damit wird garantiert, dass jeder junge Burgenländer und jede junge Burgenländerin eine fundierte Berufsausbildung bekommt.“

Nur durch die Ausbildung von Lehrlingen kann der Bedarf an Facharbeiterinnen und Facharbeitern im Burgenland gedeckt werden. Christopher Lang, 18 Jahre aus Inzenhof, ist Lehrling bei Jugend am Werk in Großpetersdorf. Er ist im 1. Lehrjahr Metalltechnik-Maschinenbautechnik. Der junge Vater hat bereits eine bewegte Arbeits-Geschichte hinter sich und sagt heute ganz klar: „Dank der Lehrwerkstätte hab ich eine zweite Chance bekommen. Ich weiß jetzt worauf es ankommt. Die Ausbildung macht mir Spaß und ich kann für mein Kind sorgen und Verantwortung übernehmen.“

FSG-Forderungen:

  • Die Wirtschaft muss wieder mehr Lehrlinge ausbilden, damit genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen.
  • Wir brauchen eine Qualitätssicherung in der Lehrlingsausbildung
  • Lehrwerkstätten ausbauen! Jeder der eine Lehre beginnen möchte, muss eine Lehrstelle erhalten.
  • Die Ausbildungsgarantie mit dem notwendigen Geld ausstatten und damit in die Zukunft investieren!

 

 

  

 

 

 

 

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