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"Gewerkschaften braucht man nicht?"

ÖVP und FPÖ zeigen ihre neoliberalen Gesichter

Was auf Bundesebene - konkret Vizekanzler Mitterlehner - mit dem Schlechtreden der Sozialpartnerschaft begann, gipfelte in der vergangenen Landtagssitzung zu einem Höhepunkt. ÖVP-Landesgeschäftsführer Christoph Wolf meint etwa "Gewerkschaften braucht man nicht mehr". Landtagsabgeordneter Manfred Haidinger von der FPÖ kritisierte in der selben Landtagssitzung die Lehrwerkstätten, sprach sich gegen eine Arbeitszeitverkürzung und eine Wertschöpfungsabgabe aus. Außerdem kritisierte er die Lehrlingsausbildung und forderte eine Förderung für Betriebe für die Zeit, in der der Lehrlinge in der Berufsschule ist und nicht als Arbeitskraft zur Verfügung steht.

"Sowohl ÖVP und FPÖ zeigen ihr wahres Gesicht. Sie stehen für neoliberale Wirtschaftspolitik, machen die Arbeit der Gewerkschaft schlecht und würden ArbeitnehmerInnenvertreter am liebsten abschaffen.", zählt FSG-Landesvorsitzender Wolfgang Jerusalem auf. Er spielt damit auf die zuletzt stattgefundene Abstimmung im Parlament an, bei der die FPÖ für die Herabsetzung des AK-Beiträge gestimmt hat.

"Im Gegensatz zu manchen Politikerinnen und Politikern haben wir durch unsere FunktionärInnen und BetriebsrätInnen immer ein Ohr bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.Wir wissen, wo die ArbeitnehmerInnen der Schuh drückt. Wir sehen uns daher als Teil der Lösung und nicht des Problems“, so Jerusalem.

Forderungen wie Arbeitszeitverkürzung, eine sechste Urlaubswoche für alle und die effizientere Kontrolle von Lohn- und Sozialdumping am burgenländischen Arbeitsmarkt sind nur einige ÖGB-Forderungen von denen die  Wirtschaft keineswegs etwas hören will. Der ÖVP-Wunsch, Gewerkschaft abzuschaffen, zeigt ganz klar, auf welcher Seite sie steht. Sicher nicht auf der der ArbeitnehmerInnen, heißt es von der FSG.

„Natürlich würden sie uns am liebsten abschaffen. Wir sind die, die für Gerechtigkeit sorgen, Missstände und Ausbeutung aufzeigen und jedes Jahr in harte Verhandlungen treten, um Lohn und Gehaltserhöhungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu erreichen. Und meistens sind wir erfolgreich“, erklärt Jerusalem abschließend.

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