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Rechtsanspruch auf Papamonat: "Warum dauert das so lange?"

FSG fordert ÖVP auf, Blockadepolitik zu beenden. Es ist Zeit für ein modernes Familienbild

„Es ist Zeit für ein modernes Familienbild, das muss auch die ÖVP endlich begreifen. Ein Rechtsanspruch auf den Papamonat ist längst fällig. Väter müssen das Recht bekommen, nach der Geburt für ihr Kind und ihre Frau da zu sein“, fordert Bianca Graf, Spitzenkandidatin der FSG-Frauen und des Bezirkes Oberwart bei der AK-Wahl.

Ein bezahltes Papamonat mit voller arbeits- und sozialrechtlicher Absicherung ist längst fällig und ein wichtiger Beitrag zur Umverteilung der unbezahlten Arbeit. Laut IHS-Chef Kocher fallen für diesen Rechtsanspruch den Unternehmen keine Kosten an. Es sei nur eine Frage der Planung. Denn der Familienzeitbonus wird von den Gebietskrankenkassen und nicht von den Unternehmen ausbezahlt, heißt es von der FSG Burgenland.

Außerdem verweist der Dachverband der Österreichischen PsychologInnen darauf, dass ein Papamonat positive Auswirkungen auf die Vater-Kind-Beziehung hat und eine partnerschaftliche Teilung der Kinderbetreuung unterstützt.
Es sei lediglich eine politische Entscheidung, ob es einen Rechtsanspruch gibt oder nicht. Das gesellschaftliche Umdenken sei da wesentlich weiter als die politischen Verantwortlichen in der ÖVP.

„Warum dauert es also so lange? Das Kostenargument wurde widerlegt, die Gesellschaft ist dafür bereit und die ErziehungsexpertInnen unterstützen diese Forderung nach einem Papamonat ebenfalls. Was hindert die ÖVP jetzt noch daran, den Rechtsanspruch durchzusetzen? Vielleicht ja die Unternehmen, die den Wahlkampf der türkisen ÖVP finanziert haben“, so Graf abschließend.

Von März 2017 bis Oktober 2018 haben 330 Männer im Burgenland den Papamonat in Anspruch genommen.

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