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Präsidium Zentralraum

FSG Regionalkonferenz Steirischer Zentralraum, 01.06.2017

"Über den arbeitenden Menschen hängt ein Damoklesschwert"

Die bevorstehende Nationalratswahl war auch im Festsaal des AUVA-Rehabilitationszentrums in Tobelbad, dem Schauplatz der ersten Konferenz der neuen Region „Steirischer Zentralraum“, das Thema Nummer Eins. NAbg. Elisabeth Grossmann ging in ihrer Begrüßungsansprache sofort in medias res. „Am 15. Oktober wird eine Richtungsentscheidung getroffen. Dann wird zwischen den Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und jenen der Großkonzerne gewählt“. Es stehe viel auf dem Spiel: „Wir brauchen einen Mindestlohn von 1700 Euro für alle Branchen. Auch Kleinstbetriebe und Freiberufler müssen bedacht werden“, so Grossmann, und weiter: „Eines dürfen wir nicht vergessen: Die jetzt vorhandenen technologischen Möglichkeiten sind der Forschung und Entwicklung zu verdanken, die wir Steuerzahler_innen finanzieren. Davon muss ein gerechter Anteil verlangt werden. Ohne eine Wertschöpfungsabgabe und eine Arbeitszeitverkürzung wird das System nicht aufrechterhalten werden können.“

Auch LAbg. Klaus Zenz nahm in seiner Begrüßung Bezug auf die Tagespolitik. „Wir befinden uns mitten im Wahlkampf, jetzt gilt es, Klartext zu reden.“ Zenz rief den anwesenden Genossinnen und Genossen in Erinnerung, dass die FSG über ein dichtes Netzwerk verfügt und über einen Plan: nämlich den Plan A.
 
Die herausfordernde Tätigkeit der anwesenden Betriebsrätinnen und Personalvertreter, die sie jeden Tag bis ins Mark fordere, würdigte der Präsident der AK Steiermark Josef Pesserl. Die bevorstehenden Wahlen kommentierte er wie folgt: „Wir müssen ehrlich miteinander umgehen und dürfen nicht ausblenden, wo die Menschen in letzter Zeit zurückgelassen worden sind. Nach wie vor sind viele ohne Beschäftigung oder in prekären Beschäftigungsverhältnissen, viele kommen mit ihrem Einkommen nicht aus.“ Es gelte nun, „rote Linien“ einzuziehen und sich im Falle einer neuen Koalition nicht durch den Regierungspartner erpressen zu lassen. Sollten die Dinge in eine falsche Richtung laufen, werde die FSG jedenfalls entschieden dagegen auftreten.
 
Die Vorsitzenden der Alt-Regionen Graz-Umgebung und Voitsberg, Ernest Kupfer und Kurt Christoph, warfen anlässlich der Zusammenlegung einen Blick in die Vergangenheit. So habe man viele unterschiedliche Betriebe näher kennen gelernt und viel diskutiert: U. a. über die Arbeitsmarktsituation, die Flüchtlingsthematik, die Pensionen, Pflege, aber auch viele Zukunftsthemen. Aktionstage, politische Vorträge und Veranstaltungen, Unterschriften- und Verteilaktionen standen ebenfalls auf dem Programm. Genauso aktiv möchte das neue Präsidium, bestehend aus dem Regionalfraktionsvorsitzenden Josef Harb und seinen Stellvertreter_innen, Kurt Christof, Alfred Dworschak, Monika Fließer und Andreas Gotschar in die neue Periode gehen, denn, so Kurt Christoph: „Die Zeiten werden nicht leichter, Erfolge in den Betrieben sind unmittelbar mit den handelnden Personen verknüpft. Wir sind das Aushängeschild für die FSG!“

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